Jocko Willink ist ein Ex Navy-SEAL, war Kommandeur der SEALs in der Schlacht von Ramadi (Irak) und hat auch sonst eine ziemlich glanzvolle, 20-jährige militärische Karriere hinter sich. Nach seinem Ausscheiden aus der US Navy gründete er ein Beratungsunternehmen für Führungskräfte, schrieb zusammen mit Leif Babin, einem Kameraden aus der SEAL-Zeit mit “Extreme Ownership” einen #1 New York Times Bestseller. Jocko Willink steht jeden Tag um 4:30 auf und einer seiner Lieblingsausprüche ist “Discipline Equals Freedom”. Wer jetzt aber jetzt einen dumpfen Drill-Instructor Typen vorstellt, hat weit gefehlt. Jocko’s Überlegungen zu Themen wie Disziplin und Führung kommen aus vielen verschiedenen Blickwinkeln und werden gleichzeitig eloquent und militärisch-knackig besprochen (was meiner Meinung nach rein sprachlich schon mal eine Leistung ist). Mich hat es nicht gewundert, als in einem der Podcasts dann fast nebenbei erwähnt wurde, dass Jocko Willink auch Englisch studiert hat - seine Performance als Henry V in Jocko Podcast #15 spricht auf jeden Fall Bände. Der Podcast ist wirklich jedem zu empfehlen, der Themen wie Krieg, Leiden und Grausamkeit ertragen kann. Von Sun Tzus “Kunst des Krieges” über Flavius Vegetius “De re militari”, Hamlet, Clausewitz “Vom Kriege”, Ernst Jüngers “Stahlgewittern” bis hin zu modernen Erfahrungsberichten wie “Unflinching: The Making of a Canadian Sniper” von Jody Mitic wird wirklich alles besprochen, was in der Kriegsliteratur Rang und Namen hat. Für mich ist es genau das das Fesselnde an dem Podcast: Das Spannende der Erzählungen, die Tiefe der Geschichte und die Herausarbeitung von allgemein gültigen Wahrheiten, Lebens- und Führungsanleitungen. Aus dem Chaos des Krieges, dem Staub der Geschichte und den dunkelsten Grausamkeiten schürft Jocko Willink wertvolles Wissen für alle, die mehr aus sich machen wollen.